Der Vorpommersche Fußballclub Anklam ist ein deutscher Fußballclub aus Anklam. Der VFC steht in der Tradition des ehemaligen DDR-Ligisten BSG Lokomotive Anklam und zählt aktuell über 300 Mitglieder.

In dieser Saison nimmt der Club aus der Peenestadt, der vom Vorsitzenden Jörg Hasselmann angeführt wird, mit drei Herren-Mannschaften (Verbandsliga, Kreisoberliga, Altherren-Kreisliga) und sieben Nachwuchs-Teams am Punktspielbetrieb teil.

Die Anklamer Fußballer beteiligten sich bereits seit 1946 an den Meisterschaften Mecklenburg-Vorpommerns und erreichten in ihrer ersten Saison den vierten Platz in der Staffel Vorpommern-Ost, konnten sich damit für die Meisterschaftsspiele 1947/48 aber nicht qualifizieren. 1952 gehörte Empor Anklam zu den Gründungsmitgliedern der neu geschaffenen drittklassigen Bezirksliga Neubrandenburg und belegte in deren Auftaktsaison den dritten Rang. Die nach Übernahme durch die Reichsbahn als Trägerbetrieb 1960 in Lok Anklam umbenannte BSG spielte in der Folge weitere 25 Spielzeiten in der Bezirksliga, verpasste als Vizemeister mehrfach den Aufstieg in eine höhere Spielklasse. Erst in der Saison 1979/80 reichte es zum Gewinn der Bezirksmeisterschaft vor der zweiten Vertretung von Vorwärts Neubrandenburg und dem damit verbundenen Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga. In ihrer ersten Zweitliga-Saison 1980/81 konnte die BSG Lok den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag mit einem 3:1-Sieg über Veritas Wittenberge sichern, scheiterte aber in der Folgesaison mit lediglich neun Saisonpunkten deutlich. Danach spielte Lok Anklam bis zum Ende des DDR-Spielbetriebs 1991 wieder in der Bezirksliga. In der letzten Saison erreicht die Mannschaft lediglich den 15. Platz.

Nach dem Zusammenbruch der ostdeutschen Betriebssportgemeinschaften gründeten Mitglieder der bisherigen BSG Lok 1990 den Nachfolgeverein ESV Lok, kurz darauf in FV Lok Anklam umbenannt. Dem FV Lok gelang 1998 der Aufstieg in die Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern, die bis 2000 mit gesicherten Mittelfeldplätzen gehalten wurde. Nach der Spielzeit 2000/01 zog Lok Anklam seine Mannschaft vom Spielbetrieb der Verbandsliga zurück und fusionierte mit der Fußballabteilung des SV Grün-Weiß Anklam zum VfB Anklam. Der VfB spielte ab der Zeit ausschließlich in der Landesliga Ost. Zu Beginn der Saison 2008/09 gab es eine erneute Fusion, der VfB schloss sich mit dem Club 98 Anklam zum neuen VFC Anklam zusammen. Der VFC übernahm den Platz des VfB in der siebtklassigen Landesliga Ost. 2011 gelang der Aufstieg in die sechstklassige Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern.

Heimspielstätte des VFC ist das Werner-Seelenbinder-Stadion. Nur wenige Kilometer vor der Insel Usedom hat die Lilienthalstadt Anklam damit eine äußerst moderne Trainings- und Wettkampfstätte zu bieten. Die großzügigen Trainingseinrichtungen und der Sozialtrakt mit Gastronomie lassen keine Wünsche offen.Sportlern und Trainern stehen im Werner-Seelenbinder-Stadion, neben einem Leichtathletikkomplex mit Tartanlaufbahn, Wurf- und Sprunganlagen, Basketball- und Volleyballfeldern und einem Kraftraum gleich drei Fußballplätze zur Verfügung. Zu ihnen zählen zwei Naturrasenplätze, ein F-Jugend-Rasenplatz und ein Kunstrasenplatz. Von den Vorzügen des Anklamer Stadions haben sich in der jüngeren Vergangenheit gleich mehrere hochkarätige Fußballvereine überzeugen können. Im Verlauf der Vorbereitung auf die Meister-Saison 2008/09 machte Felix Magath mit seinem damaligen Bundesliga-Club VfL Wolfsburg Station in der Peenestadt, ein Jahr später lief an gleicher Stelle der FC Hansa Rostock auf und im Sommer 2012 Zweitligist Dynamo Dresden auf dem Anklamer Rasen eine Kostprobe seines Könnens abgab. Auch die Teams des FC Carl-Zeiss Jena, FC Sachsen Leipzig und FC Union Berlin waren hier schon zu Gast. Zudem fand 2007 ein U17-Länderspiel zwischen den Nationalteams aus Holland und Griechenland in Anklam statt.